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Jahreshauptversammlung am 29. Februar 2012 Einladung / Tagesordnung

 

Jubiläumsfeier des Regionalforums Hochbegabtenförderung
im Deutschhaus-Gymnasium Würzburg,
am Mittwoch, 16.11.11

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Mit einem Festakt unter dem Motto „Visionen der Begabtenförderung“ feierte das Regionalforum Hochbegabtenförderung Unterfranken am 16.11.11 im Deutschhaus-Gymnasium Würzburg sein zehnjähriges Bestehen.

Programm

Gegründet wurde das Regionalforum auf Initiative von FELS-Unterfranken (Forum Eltern-Lehrer-Schüler) in Zusammenarbeit mit der Regierung von Unterfranken (Schulabteilung) im Jahre 2001. Mittlerweile gehören dem Regionalforum 14 Institutionen an mit der Zielsetzung, alle bestehenden und ggf. neu zu gründenden Einrichtungen zu vernetzen, deren Aufgabe es ist, Lern- und Entwicklungschancen besonders begabter Kinder und Jugendlicher zu erkennen und zu fördern.

Mit zunehmendem Engagement auf diesem Gebiet weitete sich der Kreis der Mitglieder bis heute aus:

  1. Forum Eltern-Lehrer-Schüler Unterfranken
  2. Regierung von Unterfranken
  3. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken
  4. Evangelische Kindertagesstätte St. Stephan Würzburg
  5. Goethe/Kepler-Grundschule Würzburg
  6. Deutschhaus-Gymnasium Würzburg
  7. Begabungspsychologische Beratungsstelle der Universität Würzburg
  8. Staatliche Schulberatungsstelle für Unterfranken
  9. Evangelische Beratungsstelle Würzburg
  10. Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Würzburg
  11. Lehrstuhl für Grundschulpädagogik der Universität Würzburg
  12. Modellklassenschüler des Deutschhaus-Gymnasiums und Studierende
  13. Unterfränkische Elternverbände „SmartKids Aschaffenburg“ und „DeutscheGesellschaft für das hochbegabte Kind“
  14. eVOCATIOn – Weiterbildungsinstitut Begabtenförderung e.V. Deutschland (Würzburg)

In seinen einführenden Worten wies Ulf Cronenberg, der Koordinator des Regionalforums darauf hin, wie vielfältig Hochbegabung bei Kindern und Jugendlichen sichtbar wird. Es sind nicht nur die hoch leistenden Einser-Schüler, sondern gerade auch die als „besserwisserisch“ und „anstrengend“ empfundenen „Störenfriede“, die Eltern und Lehrer beschäftigen. Hochbegabte seien sowieso privilegiert und bedürfen keiner Förderung – solche Aussagen höre man immer wieder. Jedoch ecken gerade in unserem Bildungssystem die besonders Begabten immer wieder an und tun sich schwer. Viele Hochbegabte scheitern am Schulsystem, weil sie ihr großes Potential nicht in Schulleistungen umsetzen können. 

„Kein Kind darf in unserem Schulsystem verloren gehen!“ fordert Herr Cronenberg.

In einem Rückblick zeichnete Hans Brumm die Entwicklung des Regionalforums in den vergangenen 10 Jahren nach und bat die Vertreter der einzelnen Institutionen auf die Bühne. Durch die Verflechtung der einzelnen Einrichtungen entstand so sichtbar ein „Netzwerk“ zur Hochbegabtenförderung in Unterfranken.

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In seinem Grußwort dankte Dr. Ingmar Ahl von der Frankfurter Karg Stiftung allen Beteiligten des Regionalforums für ihren Einsatz. Mit seinem Zitat von Richard von Weizsäcker „Nichts ist ungerechter als die gleiche Behandlung Ungleicher“ traf er einen der wesentlichen Punkte. Die Karg Stiftung unterstützt das Regionalforum Unterfranken immer wieder in vielfältigen Bereichen.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle wurde von Herrn Walter Gremm, Ministerialdirigent für Gymnasien vertreten. In seiner Ansprache führte er aus, dass das Kultusministerium nicht nur die starken Schüler in Bayern fördern wolle, sondern auch den schwachen die individuelle Förderung zukommen lassen wolle, die sie brauchen.
Das Regionalforum Unterfranken sei in Bayern eine einzigartige Einrichtung.

Höhepunkt des Festaktes war der Festvortrag von Armin Hackl, ehemaliger Schulleiter des Deutschhaus Gymnasiums. Unter der Überschrift „Visionen der Begabtenförderung“ machte OStD a.D. Hackl deutlich, dass eine nachhaltige Begabtenförderung vor allem auch Persönlichkeitsbildung sei. Der Weg zur Anerkennung Andersdenkender und die Akzeptanz gesteigerter Individualität ist nach wie vor ein schwieriger.

Unterschiedlich Begabte bedürfen unterschiedlicher Lernangebote. Da gebe es Hoch- und Minderleister, Spezialisten und Schläfer, bei denen es nicht mit ein wenig Differenzierung getan ist. Hier müsse man über größere Freiräume ernsthafter nachdenken als bisher.

„Jede Demokratie muss sich um die nachkommenden Eliten kümmern, wenn sie nicht von der Mittelmäßigkeit in den Ruin geführt werden soll“ so Hackl weiter. Die Arbeit mit Hochbegabten sei spannend und belebend.

Den Abschluss bildete eine Debatte von Schülern des Deutschhaus-Gymnasiums zum Thema „Sollten 10-jährige Jubiläen verboten werden?“.

Im Anschluss an den offiziellen Teil präsentierten sich die dem Regionalforum angehörenden Institutionen im Foyer des Deutschhaus-Gymnasiums mit Infoständen.

Unser Verein SmartKids Aschaffenburg e.V. war mit Dorothée Fuchs, Nicola Hoeft-Blex, Petra Meissner und Stefanie Bilz vertreten. Zahlreiche Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, uns kennen zu lernen. Auch konnten wir wieder neue Kontakte knüpfen und alte Kontakte beleben. Gerade zu den Themen Lehrerfortbildung und Modellklasse entstanden interessante Gespräche.

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Im Eingangsbereich des Foyers wurden von allen Teilnehmern auf „Wolken“ die individuellen Visionen der Begabtenförderung dargestellt. Der Verein SmartKids Aschaffenburg e.V. war mit drei Wolken zu den folgenden Themen vertreten:

Modellklasse in Aschaffenburg

 

  1. Individuelle Beschulung wird intellektuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen besonders begabter Kinder gerecht und setzt Lernmotivation und Kreativität frei.
  2. Aschaffenburg und Umgebung weißt eine große Anzahl besonders begabter Kinder auf (statistisch belegt), der Bedarf für eine Modellklasse ist gegeben.
  3. Die nächste Hochbegabten-Einrichtung, das Deutschhaus-Gymnasium, liegt in zu großer Entfernung (über 70 km)

Lehrerausbildung und -weiterbildung

 

  1. Das Thema „Hochbegabung“ und eine regelmäßige Weiterbildung müssen fester Bestandteil der Lehrerausbildung sein.
  2. Die Fortbildung und Ernennung von Pädagogen, die als Multiplikatoren fungieren, gestalten die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten konstruktiv.
  3. Eine fundierte Ausbildung fördert die Kommunikation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern und baut Hemmschwellen ab.

Gesellschaftliche Akzeptanz

  1. Hochbegabte sind keine Wunderkinder.
  2. Der Begriff Hochbegabung führt oft zu Missverständnissen und falschen Vorstellungen.
  3. Öffentliche Aufklärung fördert Akzeptanz und Toleranz.

 

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Am Ende des Tages konnten wir auf ein in der Vorbereitung arbeitsintensives, letztendlich aber lohnendes und zufrieden stellendes Ergebnis schauen.

Dorothée Fuchs, Nicola Hoeft-Blex, Petra Meissner und Stefanie Bilz


Protokoll der Jahreshauptversammlung 2011 Protokoll 2011

Das nächste Elterntreffen ist am 19. Januar 2012.

Wer Lust und Interesse hat, sich in unserem Verein mit einzubringen, Eltern in ähnlichen Situationen zu treffen, für die Kinder abwechslungsreiche Anregungen und neue Kontakte zu ermöglichen und vielleicht auch Veränderungen bewirken möchte, kann sich gerne an Frühstücksterminen oder Elterntreffen zu uns gesellen. Wir sind eine bewegte Gruppe, in der immer wieder „neue“ Eltern auftauchen und Kontakt aufnehmen. Wir freuen uns darauf!

 
 
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